Veranstaltungsrückblick: 7. Symposium zum Wirtschafts- und Finanzstrafrecht

11. October 2012

Am 18. September 2012 luden das Institut für Strafrecht und Kriminologie, vertreten durch Univ.-Prof. DDr. Peter Lewisch, und Deloitte zum 7. Symposium zum Wirtschafts- und Finanzstrafrecht in das Palais Ferstel ein.

Der von Karin Mair organisierte Vormittag des Symposiums war kartellrechtlichen Fragestellungen gewidmet. Zu den ReferentInnen zählten VertreterInnen der Bundeswettbewerbsbehörde und Rechtsexperten wie Prof. Dr. Kai-Thorsten Zwecker und Dr. Christoph Haid, die zur juristischen Komponente des Themas sprachen. Vertreter aus der Unternehmenspraxis – Dr. Dieter Siegel, CEO Rosenbauer AG und Mag. Martin Schwarzbartl, CCO der ÖBB – beleuchteten das Thema Kartellrecht aus der Perspektive von Compliance-Fragestellungen. Zudem stellte Karin Mair das von Deloitte Forensic Österreich entwickelte ERA-(Enhanced Review and Analytics)-Framework vor, das als revolutionäres Instrument zur Massendatenanalyse eingesetzt werden kann. Die Abschlussdiskussion verdeutlichte nochmals, dass das Themenfeld Kartellrecht und Compliance von den zahlreichen TeilnehmerInnen als brandaktuell empfunden wird.

 

Der Nachmittag war schwerpunktmäßig dem finanzstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren gewidmet. Unter Leitung von Bernhard Gröhs und Alexander Lang referierten ExpertInnen der Finanzpolizei und Oberstaatsanwaltschaft (Wilfried Lehner und Mag. Carmen Prior) genauso wie VertreterInnen aus der Rechtswissenschaft und -vertretung (Dr. Ingeborg Zerbes, Mag. Georg Krakow). Thema der Vorträge war unter anderem das Spannungsfeld zwischen Wahrheitsforschung und Verschwiegenheit. Alexander Lang ging auf die unterschiedlichen Rollen des Steuerberaters im finanzstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren ein, als betreuender Steuerberater eines beschuldigten Klienten, als Verteidiger vor den Finanzbehörden sowie als Co-Verteidiger bei Gericht. In der von Bernhard Gröhs geleiteten Diskussionsrunde zeigte sich, dass die Thematik des Symposiums auf großes Interesse beim Fachpublikum stößt.

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